Anti-Gewalt-Training (AGT)

Ziele:

- Förderung der sozialen u. kommunikativen Kompetenz.

- Auseinandersetzung mit Stresssituationen

- Entwicklung alternativer Strategien in Konflikten

- bedarfsorientierte Bearbeitung von Themen wie z.B.:

- Notwehr, Rechtsradikalismus etc.

- Umgang mit Provokation

Wer?

Jugendliche und junge Erwachsene ab 14 Jahren.

Kosten?

Wir erheben einen Unkostenbeitrag von 25 Euro.

Info?

Teilnahmebedingungen und Termine können Sie über unsere Kontaktseite erfragen.

 

 

Das Konzept des AGT's zum Download

 

Täter-Opfer-Ausgleich (TOA)

(Strafrecht nach Erwachsenenstrafrecht.)

Täter-Opfer-Ausgleich bietet für Opfer und Täter eine Gelegenheit, außergerichtlich unter Beteiligung eines unparteiischen Dritten, eine befriedende Regelung von Konflikten herbeizuführen.

Häufig haben Opfer und Täter schon vor der Straftat miteinander zu tun gehabt, häufig ist die Tat der vorläufige Höhepunkt eines Streits. Aber auch wenn sie zuvor nicht miteinander bekannt waren, ist durch die Ereignisse ein Konflikt zwischen ihnen entstanden.

Die Auseinandersetzung in der persönlichen Begegnung ermöglicht Information, Aussprache, Entschuldigung und Bemühungen um Wiedergutmachung. Das Gespräch wirft oftmals ein neues Licht auf die Rollen von Opfer und Täter und kann dadurch nachhaltig zur Verarbeitung der entstandenen Probleme beitragen.

Die Elemente eines TOA

  • Die Entstehungsgeschichte der Tat wird offengelegt.
  • Die unter Umständen wechselseitigen Anteile an der Tatentwicklung werden deutlich.
  • Durch das Eingestehen der Tat wird das Bedürfnis des Opfers nach Gerechtigkeit und Ausgleich bestmöglich erfüllt.
  • Darauf aufbauend kann, soweit möglich, Wiedergutmachung erfolgen.
  • Folgetaten werden möglicherweise verhindert, wenn der Grundkonflikt bearbeitet werden kann.
  • Weitere Hilfen (Jugendamt, Paar-, Familien- oder Einzelberatung) können initiiert werden.
  • Der staatliche Strafanspruch bleibt hiervon unberührt, kann aber durch Einstellung bei entsprechenden Auflagen zurückgestellt werden, wenn durch den gefundenen Ausgleich eine weitere staatliche Strafverfolgung nicht (mehr) erforderlich ist.

Wer ist zuständig für einen TOA?

Die Auswahl unter den anhängigen Strafverfahren im Erwachsenenrecht und die Berücksichtigung der Ergebnisse im Strafverfahren fallen in die Zuständigkeit der Staatsanwaltschaften und Gerichte.

Die Vereinbarung über die Wiedergutmachung ist Sache der Beteiligten selbst. Ihnen hierbei zu helfen und die Konfliktbereinigung in Gang zu bringen, ist Aufgabe der Konfliktberater.

Was geschieht im TOA?

Zuweisung der Fälle:

  • durch Auftrag der Staatsanwaltschaft, auf Initiative des jeweiligen Staatsanwalts.
  • durch Auftrag des Richters, nachdem eine Anklageschrift erfolgt ist und man mit dem Richter einvernehmlich den Fall als geeignet ansieht. Hierzu bedarf es dann der Zustimmung der Staatsanwaltschaft;
  • Selbstmelder: Täter wie Geschädigte, die sich direkt beim Konfliktberater melden mit der Bitte, in einem strafrechtliche relevanten Konflikt zu vermitteln.

Erstgespräch mit dem Geschädigten:

  • Darstellung des TOA;
  • Betonung des Angebotscharakters der Maßnahme;
  • Deutlichmachung, dass es sich um eine Maßnahme handelt, die die Geschädigteninteressen mindestens gleichermaßen berücksichtigt;
  • Abklärung der Bereitschaft und welche Vorstellungen mit einem Ausgleich verknüpft werden.

Erstgespräch mit dem Täter:

  • Vorstellung des Täter-Opfer-Ausgleich im Vergleich zum strafrechtlichen Umgang mit dem Vorfall;
  • Abfragen der Bereitschaft;
  • Klarstellung, dass Verantwortung übernommen werden muss;
  • Abklärung der Bereitschaft und welche Vorstellungen mit einem Ausgleich verknüpft werden.

Gemeinsames Gespräch:

  • Aufarbeitung der unterschiedlichen Sichtweisen des Vorfalles;
  • Aufarbeitung der emotionalen Situation bei Geschädigtem und Täter;
  • Klärung der materiellen Ansprüche;
  • Vereinbarung über die konkrete Wiedergutmachung.

Der TOA ist für Opfer und Täter grundsätzlich kostenlos.

Organisiert und angeboten wird der TOA von und über gemeinnützigen Organisationen, die wiederum den Vermittler beschäftigen.

 

Mediation

Konflikte lösen im Miteinander 

Wenn zwei sich streiten hilft der Dritte.

Mit Mediation im Zivil- und | oder Familienrecht.

Mediation ist eine Vermittlung, bei der die Parteien mit Hilfe eines Unbeteiligten und neutralen Dritten eine Lösung für ihren Konflikt suchen.

Der Dritte trifft keine Entscheidung. Was macht er dann? Er strukturiert und moderiert.

Dass er als Moderator streng neutral und fair sein muss, also beiden Parteien die gleichen Darstellungs- und Entfaltungsmöglichkeiten zu geben hat, ist wie beim Richter selbstverständliche Grundvoraussetzung für sein Tätigwerden im Konflikt anderer.

Die Parteien selbst sind es, die zu einer Lösung ihres Konflikts kommen sollen.

Was ist Mediation?

Mediation ist ein freiwilliges Verfahren, mit dem zwei Konfliktparteien mit Hilfe eines neutralen Dritten, dem Mediator in im Gespräch miteinander eine Einigung finden.

Wann ist Mediation sinnvoll?

Mediation ist dann sinnvoll, wenn die Konfliktparteien auch nach Beendigung eines Konflikts private oder geschäftliche Beziehungen aufrechterhalten wollen oder auch müssen, etwa wegen der Kinder.

Warum Mediation?

Gerichtsverfahren sind oft langwierig, ineffektiv und unökonomisch.

Und Prozesse bewirken unvermeidlich Spannungen und Verhärtungen zwischen den Parteien. Sie zerstören leicht Geschäftsbeziehungen.

Der gravierendste Nachteil von Prozessen liegt darin, dass die Parteien dazu gezwungen werden, ihren Konflikt als einen Streit um Positionen auszutragen.

Damit werden sie oftmals (wenn auch nicht immer) dazu gezwungen, gegen ihre wahren Interessen zu handeln. In Prozessen geben die Parteien die Verfahrensautonomie aus der Hand.

Dadurch kann der Schaden, der durch einen Prozess entstehen kann, weit größer sein als der durch einen Sieg vor Gericht erstrittene Gewinn. Und niemals sollte man dabei vergessen, dass man selbstverständlich auch verlieren kann.

Mediation wird von Brückla e.V. kostenlos im Prozesskostenhilferahmen durchgeführt.